Monatsrückblick Juni 2026: Neu aufgesetzt statt aufgegeben

Monatsrückblick Juni 2026

Der Juni 2026 war ein Monat, in dem nicht alles nach Plan gelaufen ist. Und genau das hat ihn wertvoll gemacht. Meine erste Meta-Ads-Kampagne auf den neuen Leadmagneten ging live und hat mir sofort gezeigt, wo es hakt. Die Startseite meiner Webseite ist endlich online gegangen, nach Wochen der Vorbereitung. Und im Hintergrund haben sich Dinge bewegt, die nach außen kaum sichtbar waren, aber langfristig einen echten Unterschied machen: ein neues Angebotsformat, eine Idee für einen Online-Kongress, die konkreter wird, und wertvolle Gespräche mit Sparringspartnerinnen.

Ganz ehrlich? Der Juni hat mich daran erinnert, dass unternehmerisches Wachstum selten geradlinig verläuft. Dass Rückschläge keine Niederlagen sind, sondern Daten. Und dass die Bereitschaft, etwas komplett neu aufzusetzen, manchmal mehr bringt als der Versuch, etwas Halbfunktionierendes zu retten.

In meinem Monatsrückblick für Juni 2026 nehme ich dich mit durch die Höhen und Tiefen dieses Monats und zeige dir, warum genau die unbequemen Momente oft die lehrreichsten sind.

Meta Ads: Gestartet, gescheitert, neu aufgesetzt

Im Mai hatte ich alles vorbereitet. Die technische Basis stand, der Leadmagnet war live, die Kampagne bereit. Mitte Juni ging sie dann an den Start – meine Meta-Ads-Kampagne auf den Wichtigkeits-Check. Und dann lief es erstmal gar nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Mein CPL war mit über 30 € deutlich zu hoch. Die Landingpage konvertierte schlecht. Und ich musste mich ehrlich fragen: Woran liegt das?

Statt zu raten, habe ich angefangen, das Ganze mit System zu analysieren. Nicht alles auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Und genau das hat den Unterschied gemacht. Denn erst durch die Analyse wurde sichtbar, was im Zusammenspiel nicht funktioniert hat. Firewall-Blockaden, die einen Teil des Traffics behindert haben. Creatives und Copy, die nicht so gegriffen haben, wie erwartet. Einzeln betrachtet waren es keine dramatischen Fehler. Aber in der Summe haben sie dafür gesorgt, dass die Kampagne einfach nicht performt hat.

Hilfreiche Impulse kamen dabei auch von außen. Durch Tim Gelhausen und Anna-Lena Eckstein habe ich wertvolle Hinweise bekommen – etwa wo ich meine Copy und Creatives noch optimieren könnte. Die technische Fehlersuche selbst habe ich dann eigenständig durchgearbeitet.

Bei der ersten Kampagne kam also einiges zusammen. Die Entscheidung war dann klar: Nicht weiter an einzelnen Stellschrauben drehen, sondern komplett neu aufsetzen. Eine Woche später ging die zweite Kampagne live. Komplett frisch aufgesetzt und bereinigt um die problematischen Punkte.

Das klingt nach einem Rückschritt. Aber manchmal ist der sauberste Weg nach vorne, noch einmal von vorne zu beginnen – mit dem Wissen, das man beim ersten Mal gesammelt hat. Und genau so war es auch. Die neue Kampagne läuft deutlich besser.

Was ich daraus mitnehme? Daten schlagen Annahmen. Immer. Was sich auf dem Papier gut anfühlt, muss in der Praxis nicht funktionieren. Und wer bereit ist, hinzuschauen statt zu hoffen, kommt schneller ans Ziel. Die Analysefähigkeit, die ich aus meinem technischen Hintergrund mitbringe, hat mir dabei enorm geholfen. Probleme systematisch eingrenzen, Hypothesen prüfen, Schritt für Schritt vorgehen – das ist im Grunde nichts anderes als Qualitätsmanagement und Software-Debugging, nur eben auf Ads angewendet.

Meine Webseite aufbauen: Startseite endlich live

Eine eigene Webseite aufzubauen, die wirklich zeigt, wofür man steht – das ist als Solopreneurin ein Projekt, das sich leicht immer weiter nach hinten schiebt. Bei mir war es ähnlich. Meine Startseite war nach dem Webseitenumzug lange nicht mehr als ein Linkverzeichnis. Funktional, ja. Aber sie hat nichts über mich erzählt, nichts über meine Arbeit, nichts darüber, warum jemand ausgerechnet mit mir arbeiten sollte. Im Mai hatte ich endlich angefangen, das zu ändern – die Texte geschrieben, die Struktur geplant, die Umsetzung gestartet.

Was ich im Mai nicht ahnen konnte: Der neue Atomic Editor in Elementor, den ich ausprobieren wollte, hat technische Probleme gemacht, die das Design beeinträchtigt haben. An diesem Punkt hatte ich eine Entscheidung zu treffen. Weiter mit dem neuen Editor kämpfen und mich in technische Problemlösung vertiefen? Oder zurück zum bewährten Setup und die Webseite einfach live bringen?

Ich habe mich für Stabilität entschieden. Das bewährte System, das ich kenne und das zuverlässig funktioniert. Es ging nicht darum, dass ich Angst vor Neuem gehabt hätte. Ganz im Gegenteil. In diesem Moment war es mir jedoch wichtiger, dass die Seite online ist, als dass sie auf der neuesten Technologie läuft. Perfekt ist der Feind von fertig – und meine Startseite musste raus.

Anfang Juni war sie online. Eine Seite, die endlich erzählt, wer ich bin, was ich mache und wie ich arbeite. Nicht mehr nur ein Linkverzeichnis, sondern endlich wieder ein echtes Zuhause für mein Business im Netz.

Rückblickend hat mir diese Situation etwas Wichtiges gezeigt. Wenn du deine Webseite aufbauen oder überarbeiten willst, wirst du ständig vor solchen Entscheidungen stehen: Neueste Technologie oder bewährte Lösung? Experimentieren oder liefern? Beides hat seine Berechtigung. Aber wenn die Priorität klar ist – und meine war: Diese Seite muss raus – dann darf man sich auch bewusst für den sicheren Weg entscheiden. Das ist keine Schwäche. Das ist unternehmerische Klarheit. Und genau bei solchen Entscheidungen hilft es, einen klaren Filter zu haben – wie zum Beispiel mein Wichtigkeits-Check, der dir zeigt, welche Aufgabe gerade wirklich zählt und welche warten kann. Die Webseite wird sich in den nächsten Monaten weiterentwickeln. Aber der erste Schritt ist getan und genau darauf kam es an.

Neues Angebot und große Pläne: Power Hour und eigener Online-Kongress

Im Juni habe ich angefangen, an einem neuen Angebotsformat zu arbeiten: der Power Hour. Die Idee dahinter ist einfach. Bisher gab es bei mir nur Pakete – also eine intensive Zusammenarbeit über mehrere Wochen. Was fehlte, war ein Einstieg. Eine Möglichkeit, meine Arbeitsweise kennenzulernen, ein konkretes Thema mitzubringen und in einer Stunde einen klaren Blick von außen zu bekommen. Die Power Hour ist genau das: ein erster Schritt in meine Welt.

Eine Stunde, ein konkretes Thema, ehrliches Feedback. Das kann eine technische Frage sein, ein Punkt, an dem du gerade hängst, oder der Wunsch nach einer ehrlichen Einschätzung zur aktuellen Situation. Wer danach tiefer einsteigen und umfassend an Konzepten, Strukturen oder Strategie arbeiten möchte, für den gibt es meine Pakete. Aber der erste Kontakt soll unkompliziert sein. Die Power Hour ist noch in der Entwicklung – aber die Richtung steht. Und sie ergänzt mein bestehendes Angebot genau an der Stelle, die bisher gefehlt hat.

Parallel dazu hat eine andere Idee im Juni deutlich an Fahrt aufgenommen: mein eigener Online-Kongress. Im Jahresrückblick 2025 hatte ich ihn als Ziel für 2026 genannt – jetzt wird er konkreter. Der Online-Kongress soll im Herbst 2026 stattfinden. Thema und Format sind noch nicht spruchreif, aber die Planung läuft. Und das Wichtigste: Zwei Speakerinnen konnte ich bereits gewinnen – eine davon ist meine neue Sparringspartnerin. Dass sich beides so natürlich ergeben hat, zeigt mir, dass die Idee reif ist.

Ich bin gespannt, wie sich beides in den nächsten Wochen weiterentwickelt. Sobald es Neuigkeiten gibt, erfährst du sie hier.

Was im Juni 2026 sonst noch los war

  • Quartalsreporting erweitert: Ich habe mein eigenes Reporting-System um neue Sektionen ergänzt. Meine Ader als Softwareentwicklerin lässt sich eben nicht verleugnen. Struktur ist für mich keine Bürokratie. Struktur ermöglicht Freiheit. Wer sein Business steuern will statt nur zu reagieren, braucht einen klaren Blick auf die eigenen Zahlen.
  • Austausch mit Sparringspartnerinnen: Im Juni hatte ich intensiven Austausch mit drei Sparringspartnerinnen – eine davon neu hinzugekommen. Solche Verbindungen entstehen nicht auf Knopfdruck. Sie brauchen den richtigen Moment, die richtige Haltung und die Bereitschaft, sich wirklich auf einen Austausch einzulassen. Dass sich aus genau diesem Austausch auch eine Kongress-Zusage ergeben hat, zeigt, wie viel entstehen kann, wenn man offen in Gespräche geht.
  • Erdbeerfeld mit der Familie: Manchmal braucht es einfach einen Tag, an dem es nicht um Business geht. Mit der Familie auf dem Erdbeerfeld stehen, selbst pflücken und danach Marmelade, Limes, Erdbeerkuchen und Erdbeereis machen – das war genau so ein Tag. Kein Laptop, kein Content, kein Funnel. Nur Erdbeeren, Sonne und das Gefühl, dass das Leben auch außerhalb des Bildschirms stattfindet.

Was ich im Juni 2026 gebloggt habe

Das sind meine Blog-Beiträge aus dem Juni:

Was ist Positionierung?

Was ist Positionierung? Und 3+1 Dinge, die sie nicht ist
Keine Marketing-Theorie, sondern ehrliche Erfahrung. Was Positionierung wirklich bringt, wo sie bremst und warum sie kein Grund ist, nicht anzufangen.

Monatsrückblick Mai 2026 von Sylvia Nischkowski

Monatsrückblick Mai 2026: Endlich syste-mai-tisch sichtbar geworden
Mein erster Monat mit Claude, der fertige Leadmagnet und die strategische Neuausrichtung nach der Positionierung.

Ausblick auf den Juli 2026

  • Die Power Hour soll finalisiert und veröffentlicht werden.
  • Meine Meta-Ads-Kampagne wird weiter beobachtet und optimiert.
  • Die Kongress-Planung geht in die nächste Phase – weitere Speaker ansprechen und das Format konkretisieren.
  • Testimonials auf meiner Webseite einbinden, denn echte Stimmen sagen mehr als jede Angebotsseite.
Bild von Sylvia Nischkowski

Sylvia Nischkowski

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